Facebook Advertising | Lookalike Audience

Was ist eine Lookalike Audience?

Eine Lookalike oder auch statistische Zwillingszielgruppe ist eine spezifische Zielgruppe, die mit Hilfe von gesammelten Daten auf Facebook erstellt werden kann.

Die Lookalike Audience hat eine präzise Targetierung der Personengruppe, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit eine vom Werbetreibenden gewünschte Handlung ausführt, zum Ziel.

Um dies zu ermöglichen, werden ab Beginn einer Anzeigenschaltung alle vorstellbaren Daten zu den verschiedensten Handlungen, auf der Plattform gespeichert.

Möchte der Werbetreibende auch Handlungen außerhalb des Facebook Werbenetzwerkes erfassen, so ist die zusätzliche Definition eines oder mehrerer Custom-Events und eine Pixel-Integration notwendig.

Ab der Erreichung einer gewissen Anzahl an verzeichneten „Events“ (Ereignissen/ Handlungen), wie beispielsweise einer Eintragung im Kontaktformular oder dem Klicken eines Links in der Anzeige, ist es möglich die Lookalike Audience, auf Basis einer Custom Audience zu erstellen.

Wir haben zum Beispiel 200 Eintragungen in unser Kontaktformular auf unserer Webseite erreicht, das Event „Eintragung/ Lead“ im Vorfeld definiert und unseren Pixel im Quellcode eingebunden.

Jetzt können wir auf Basis der „Eintragungen/ Leads“ eine Lookalike Audience erstellen.

Diese Zielgruppe besteht dann aus Personen, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, dieselben Eigenschaften und Verhaltensmuster, wie unsere Ausgangszielgruppe aufweisen werden, d.h. sich ebenfalls im Formular eintragen.

Mit diesem Schritt minimiert der Werbetreibende den Streuverlust seiner Anzeigenschaltung und reduziert seine Kosten, da seine Werbung immer gezielter an die Personen ausgespielt wird, welche auch tatsächlich eine von ihm gewünschte Handlung vornehmen werden.

Rechtlicher Rahmen

  1. Erstellung einer Custom Audience auf Basis von Kundendaten

Die erste Möglichkeit eine Custom Audience und damit im nächsten Schritt eine Lookalike Audience zu erstellen, ist das Hochladen einer Kundenliste bei Facebook.

Jedoch ist diese Methode unzulässig, sofern keine unterschriebene Einwilligungserklärung eines jeden Kunden, der in der Liste aufgeführt ist, vorliegt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann eine Einwilligungserklärung beispielsweise einem Vertrag beigelegt werden, den der Werbetreibende mit einem Kunden schließt.

Die richtige Formulierung vorausgesetzt, können die Kundendaten im Anschluss zur Erstellung von Custom Audiences verwendet werden.

  1. Erstellung einer Custom Audience auf Basis Trackingmethoden

Die zweite Möglichkeit zur Erstellung einer Custom Audience ist die bereits oben beschriebene, als rechtlich unproblematisch eingestufte Tracking-oder Pixelmethode.

Da jeder Nutzer eines sozialen Netzwerks und auch jeder Besucher einer Webseite, auf der ein Trackingsystem eingerichtet ist, den jeweiligen Bedingungen und damit auch der Datenverarbeitung vor der Nutzung/ des Besuchs freiwillig zustimmen kann, besteht keine Pflicht für die Einholung einer zusätzlichen Einwilligungserklärung.

Trotzdem muss der Werbetreibende in seiner Datenschutzerklärung auf die Verwendung von Custom Audiences hinweisen. Eine nicht Datenschutz-konforme Nutzung von Facebook Custom Audiences kann zu hohen Geldstrafen für den Werbetreibenden führen, wie der auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwalt Christian Solmecke in diesem Artikel beschreibt. 

(Disclaimer: Dieser Inhalt dient zu unverbindlichen Informationszwecken und keineswegs als Rechtsberatung)

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